Was ist ein Altcoin?
Alles außer Bitcoin heißt Altcoin — von Ethereum bis Dogecoin. Aber das ist nicht alles. Hier lernst du, warum Altcoins höheres Potenzial und gleichzeitig höheres Risiko bedeuten.
📖 Die einfache Definition
Altcoin steht für "Alternative Coin" — also alle Kryptowährungen außer Bitcoin. Der Begriff entstand, als Bitcoin noch die einzige Kryptowährung war. Heute gibt es über 20.000 Altcoins — von etablierten Projekten wie Ethereum bis zu Coins, die morgen wertlos sein könnten.
🤔 Warum kaufen Anleger Altcoins?
Bitcoin hat eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion Euro. Um sich zu verdoppeln, müsste eine weitere Billion Euro in Bitcoin fließen. Das ist möglich — aber es ist viel Kapital für eine Verdopplung.
Ein Altcoin mit einer Marktkapitalisierung von 100 Millionen Euro benötigt nur 100 Millionen Euro neues Kapital, um sich zu verdoppeln. Deshalb können Altcoins in Bullenmärkten viel stärker steigen als Bitcoin — und in Bärenmärkten viel stärker fallen.
Altcoins — besonders kleinere — können sich in Bullenmärkten verzehnfachen oder mehr. Für Anleger, die bereit sind, mehr Risiko einzugehen, bieten Altcoins die Möglichkeit auf außergewöhnliche Renditen. Ethereum beispielsweise hat sich seit 2015 mehr als tausendfach im Wert gesteigert.
Die meisten Altcoins, die 2017 oder 2021 auf dem Höhepunkt waren, haben 90–99% ihres Wertes verloren und sich nie erholt. Ein Totalverlust ist bei kleinen Altcoins keine Ausnahme, sondern die Regel. Von über 20.000 existierenden Coins sind vermutlich 90% wertlos oder aufgegeben.
🗂️ Welche Arten von Altcoins gibt es?
Blockchains, auf denen andere Anwendungen (DeFi, NFTs, etc.) gebaut werden. Ethereum ist die mit Abstand größte und etablierteste.
Coins, die innerhalb eines bestimmten Ökosystems einen konkreten Zweck haben — z.B. als Zahlungsmittel für Dienste.
Coins, die an einen stabilen Wert (z.B. US-Dollar oder Euro) gekoppelt sind. Kein Wachstumspotenzial, aber kaum Kursrisiko.
Coins ohne technischen Nutzen, die hauptsächlich durch Community und Hype getrieben werden. Extrem spekulativ.
Als Faustregel gilt: Halte mindestens 50% deines Krypto-Portfolios in Bitcoin und/oder Ethereum. Diese beiden sind die mit Abstand etabliertesten Coins. Altcoins sollten für die meisten Einsteiger nur ein kleiner Teil des Portfolios sein — und nur Coins mit echter Marktkapitalisierung und echtem Nutzen.
❓ Häufige Fragen
In der Regel ja — aber es kommt stark auf den Altcoin an. Ethereum ist deutlich etablierter und stabiler als ein kleiner Meme Coin. Als grobe Faustregel gilt: Je kleiner die Marktkapitalisierung, desto höher das Risiko. Bitcoin und Ethereum (die beiden größten Coins) gelten als "sicherere" Einstiegspunkte in Krypto.
Ja — das ist einer der Hauptgründe, warum Anleger Altcoins kaufen. Kleinere Coins können sich in einem Bullenmarkt verdoppeln oder verzehnfachen, während Bitcoin "nur" 50-100% steigt. Aber: Sie können im Bärenmarkt auch viel stärker fallen. Dieses Phänomen nennt man "Beta" — Altcoins haben in der Regel ein höheres Beta als Bitcoin.
Als "Altcoin Season" bezeichnet man Phasen, in denen Altcoins stärker steigen als Bitcoin. Das passiert oft, wenn Bitcoin sich stabilisiert und Anleger beginnen, Gewinne in kleinere Coins umzuschichten. Altcoin Seasons können sehr profitabel sein — aber sie enden oft abrupt.
Schätzungen zufolge gibt es über 20.000 verschiedene Kryptowährungen. Die allermeisten davon sind bedeutungslos oder aufgegeben. Für die meisten Anleger sind die Top 50–100 nach Marktkapitalisierung die einzigen, die eine echte Relevanz haben.
Alle Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind hochvolatile Anlagen — investiere nur, was du bereit bist zu verlieren.