Lending (Krypto-Kredit)
Beim Krypto-Lending leihst du dir Geld gegen Krypto-Sicherheiten – ohne Schufa, ohne Bank.
🏦Wie funktioniert Krypto-Lending?
Du hinterlegst Kryptowährungen als Sicherheit (Collateral) und erhältst dafür einen Kredit in Stablecoins oder anderen Coins – ohne Schufa, ohne Bank. Beispiel: Du hinterlegst 1 BTC (Wert: 90.000€) und leihst dir 45.000€ in USDC (50% LTV = Loan-to-Value). Damit kaufst du mehr Krypto oder deckst laufende Ausgaben – ohne deine BTC verkaufen zu müssen (kein Steuerereignis). Bei DeFi-Protokollen wie Aave oder MakerDAO geschieht alles automatisch über Smart Contracts.
⚠️Liquidationsrisiko – der kritische Punkt
Fällt der Wert deiner Sicherheit, steigt dein LTV (Loan-to-Value). Überschreitest du die Liquidationsgrenze (meist 80–85% LTV), wird deine Sicherheit automatisch verkauft, um den Kredit zu decken. Beispiel: BTC fällt von 90.000€ auf 55.000€ – dein LTV steigt von 50% auf 81,8%. Bei 85% Grenze: knapp. Bei 75% Grenze: liquidiert. Schutz: Halte LTV unter 50%, habe immer "Puffer-Kapital" um Sicherheit nachzuschießen.
💡Steuerlicher Vorteil – der eigentliche Nutzen
Der Hauptvorteil von Krypto-Lending in Deutschland: Die Kreditaufnahme ist kein steuerpflichtiges Ereignis. Wenn du BTC-Gewinne realisieren willst, aber nicht verkaufen möchtest (1-Jahres-Grenze nicht erfüllt oder Kurspotenzial erhalten), kannst du stattdessen einen Kredit aufnehmen. Der Kredit ist steuerfrei, Zinsen auf den Kredit sind einzige Kosten. Erst wenn deine BTC tatsächlich liquidiert werden, entsteht ein Steuerereignis.
❓ Häufige Fragen
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